Schottland
August 2014 bis September 2014
21 Etappen in 25 Tagen
- SoVorwortMeine Schottlandreise sollte eine Reise der Selbstfindung und Entbehrungen sein. Letzteres ist wohl geglückt, ersteres habe ich eher nicht gefunden. Die Reise liegt nun gut 10 Jahre zurück und ich habe mir in all den letzten Jahren vorgenommen meine Aufschriebe zu digitalisieren. Lieder muss ich zugeben, dass sie zu schnöde wären sie euch in ihrer originalen Fassung zu servieren. Gleichzeitig wird dies ein Versuch, mehr Spannung in Reiseberichte zu bekommen, die mir in Indien eindeutig zu Faktis

- MoAnreiseIch beginne mit meinen ersten Worten in einem leeren Buch, eingezwängt zwischen Flugzeugaußenwand und meinem Sitznachbarn. Ich habe meinen Platz erreicht, während alle anderen noch Ihr Gepäck verstauen und den Gang belagern, als würden sie nicht wollen, dass irgendjemand das Flugzeug wieder verlässt. Glücklicherweise ist die dies nicht meine Absicht, auch wenn sich ein leicht mulmiges Gefühl in meinem Magen breit macht. Die Anspannung kommt nicht vor der Angst des Fliegens, auch wenn ich ich die

- DiAufbruchIch habe mein Hostel in Glasgow verlassen, nachdem ich meinen Tank an Gesellschaft gefüllt habe, in dem ich durch ein paar Bars getingelt bin. Zwar blieb der Abend ruhig, dennoch waren ein paar nette Gespräche dabei. Auch habe ich mir noch einen Tip für ein gutes English/Schottisches Frühstück geben lassen, dass ich gerade Verzehrt habe und nun nieder Schreiben will, was ich da eigentlich Verzehrt habe ohne es in allen Details zu wissen: Fried Egg’s, Bacon, Ramsay of Carluke Lorne Sausage, Black

- MiHalzschmerzenEine Nacht im Zelt, die ersten 15 Kilometer mit 20 Kilo Gepäck sind und ein trüber bewölkter Tag im Kilt sind wohl doch nicht die beste Kombination für eine schnelle Genesung — wer hätte es gedacht. Eines ist wohl sicher, zumindest meine Absicht den Weg zu verlassen werde ich vorerst verschieben, um keine zusätzlichen Faktoren hinzuzufügen. Auch werde ich wohl meine Bemühungen, jede Form von Zivilisation zu vermeiden noch einmal an den Nagel hängen müssen und zumindest eine Apotheke aufsuchen. A

- DoDer erste RegenEs wirkt nicht als hätte es viel geregnet, aber es hat ausgereicht mich heute Nacht kurz zu wecken. Das Zelt hat die erste Taufe überstanden und ich bin trocken geblieben. Nach einem Tee und etwas zum essen werde ich das Zelt abbauen und mich auf den Weg machen. Ich habe mir als Ziel wieder 20 Kilometer gesetzt, mal schauen ob ich sie heute hinter mich bringe.
Querfeldein
Ich bin meinem Ziel nachgekommen und bin vom Weg abgewichen. Clever wie ich bin dachte ich mir ich nutze dies gleich um mi

- FrDirekt am SeeMein Zeltplatz ist wunderschön. Ich bin direkt am Ufer des Loch und mein Zelteingang zeigt direkt auf den See. Ich bin nicht weit weg vom Weg, scheine aber eine Abzweigung genommen zu haben die nicht stark frequentiert wird. Einzige getrübt wird das ganze von meinem immer noch nassen Schuhen. Selbst mein T-Shirt ist nicht getrocknet und so fröstelt es mich gerade etwas. Doch die Sonne will mir meine sorgen nehmen und mich freundlich Grüßen. Ich überlege fast mein Zelt stehen zu lassen und eine w

- SaKalte NächteIch habe heute nacht Halstuch wiedergefunden. Glücklicherweise, da ich frierend aufgewacht bin.
Einheimische
Ich habe heute schon wieder einen kurzen Plausch gehalten. Ein alter Mann hat mich angesprochen, während ich meine Wasserfalsche füllte und mich daran bekräftigt das Wasser mit gutem gewissen trinken zu können, er trinke es auch schon seit Jahren. Natürlich merken die Leute, spätestens wenn ich beginne zu reden, dass mein Kilt nur Tarnung ist, doch trotzdem sind Sie alle freundlich. De

- SoZu schnellEs liegen bereits 90km hinter mir, ich komme gut voran. Das lässt mir etwas Zeit und ich muss mir Gedanken machen, dass ich nicht zu früh an meinem Ziel Inverness ankomme. Wie gehofft bleibt mir somit Zeit einen oder zwei Tage an einem Ort zu verweilen. Ursprünglich hatte ich als Puffer eingeplant am Loch Ness noch einige Nächte verbringen zu können, doch wie mir die Karte Zeit ist dieses rechts und links von einer Straße gesäumt und lädt damit nur bedingt zum verweilen ein. Ich sollte mir also

- MoEs wird kälterBis jetzt habe ich noch keine Nacht durchgeschlafen und die Kälte beschäftigt mich immer mehr. Dabei sind die Temperaturen über den Tag verteilt sehr unterschiedlich. Am Abend wenn ich mich in den Schlafsack kuschele, ist es noch recht warm — fast etwas zu Warm im Schlafsack. Nachts wache ich auf, leicht fröstelnd und am nächsten morgen schwitze ich fast. Daran hat heute Nacht auch nichts, dass ich mich zusätzlich mit meinem Kilt zugedeckt habe. Dabei merkt man sofort, wenn die Sonne untergegang

- DiErste Gedanken an den FlugVermutlich werde ich den Flug doch umbuchen müssen und etwas früher fliegen, da die Nächte kaum noch auszuhalten sind. Irgendwie muss ich das innere meines Schlafsacks warm bekommen. Auch habe ich noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass ich einen Courchsurfing Host finde, der mich beherbergt, so dass ich keine Zeit mehr schinden und frieren muss.
Obwohl es Nachts so kalt ist, habe ich Tagsüber großes Glück mit dem Wetter. Von dem englischen Regenwetter habe ich noch nicht viel mitbekommen. Gen

- MiFeuerIch bin kurz vor Fort William, meiner Hoffnung auf einen warmen Schlafplatz. Ich habe mich dennoch noch einmal dafür entschieden mein Zelt auf zu schlagen, da ich mir mehr Hoffnungen mache einen platz im Hostel zu bekommen, wenn ich morgens anreise. Außerdem habe ich dann morgen den ganzen Tag Zeit den Ort zu erkunden. Der Platz unter den Kiefern ist sehr einladend und die Nadeln haben eine Prima Zündgrundlage gegeben, so das ich an meinem ersten komplett selbst entzündeten Feuer sitze und den A

- DoDie Hoffnung auf eine warme NachtIch mache mich auf den Weg die letzten 3 Kilometer bis Fort William hinter mich zu bringen. Die Hoffnung auf ein bequemes Bett ist eine große Hoffnung, denn letzte Nacht bin ich mit Rückenschmerzen aufgewacht. Wärme technisch geht es wieder seit ich wieder etwas aus den Bergen raus bin und näher an der Küste.
Nur die harten kommen in Garten
Weiter geht es. Leider hatte keines der Hostel noch einen freien Platz und auch die Touristen Information konnte mir nicht weiterhelfen. Auch einer von dr

- FrNebelDie Sonne versucht den grauen Himmel zu durchbrechen und schafft es an einigen den Grund zu berühren. Mein Glück mit dem Wetter scheint sich zu wandeln, aber was wäre eine Englandreise ohne Regenwetter gewesen. Leider wird mein Rücken nicht besser und ich habe heute nacht kaum geschlafen. Nun ist es nicht mehr die Kälte die mir zu schaffen macht — sogar meinen Schlafsack musste ich aufmachen weil mir zu warm war — sondern mein Rücken. Ich werde schauen, ob ich Magnesium Tabletten besorgen kann u

- SaWärmeOb es nur an der Höhenlage liegt, dass die Nächte wieder wärmer sind. Kurz vor Inverness erwarten mich noch ein paar Höhenmeter und ich werde es vermutlich erproben können. Leider lässt mir mein Rücken keine ruhe und mich nicht durchschlafen. Tagsüber beim Wandern merke ich nichts von den Schmerzen, trotzdem schwerem Rucksack. Erst wenn ich eine weile geschlafen habe, weckt er mich zuverlässig auf.
Fort Augustus
Die Wasserquellen mit Frischwasser sind rar und ich musste erneut nach Wasser fra

- SoDer frühe Vogel fängt den WurmIch bin heute morgen früh aufgebrochen und habe noch nichts gegessen. Die Sonne steht noch nicht besonders hoch, doch ich habe beschlossen eine Rast zu machen und mir Tortellini zu kochen — die einziehe Packung die ich dabei habe. Den Couscous den ich seit Fort William mit mir rumschleppe werde ich den Waldbewohnern überlassen, auch wenn es mir schwer fällt essen weg zu werfen und dann auch noch in die Natur, doch die Freude auf die Tortellini ist zu groß.
Nach dem Essen ist vor dem Essen
Nac

- MoDie letzten KilometerEs ist noch früh am morgen, aber ich kann nicht mehr schlafen und ich höre auch schon das Hostel rufen. Als Frühstück gönne ich mir heute nur einen der Protein Schokoladenriegel — die wie ich feststellen musste schrecklich schmecken. Da es vermutlich nur noch Bergab geht, sollten die letzten Kilometer gut zu schaffen sein. Die Temperaturen waren trotz Regen sehr angenehm heute Nacht.
Duschen
Ich habe ein Hostel gefunden in dem ich für zwei Tage bleiben werde, bevor ich verfrüht meine Heimreis

- DiFrühstückEigentlich wäre es vermutlich ein Mittagessen, aber ich sehe es als zweites Frühstück. Ich war heute morgen mit meiner Zimmernachbarin, mit der ich gestern Abend schon weg war, frühstücken. Es war mir allerdings etwas zu Süß weswegen ich noch mal etwas deftiger frühstücken möchte. Es tut richtig gut Eier mit Tomaten und Brötchen zu essen, statt Couscous. Leider habe ich nicht besonders lang geschlafen und habe Kopfschmerzen. Zum Teil kommen diese sicher auch vom Alkohol gestern und damit voll v

- MiKopfschmerzenDie Kopfschmerzen quälen mich weiter, vermutlich kommen Sie von den Verspannungen. Leider ist die Matratze auch etwas zu weich oder durchgelegen — von einem Extrem zum anderen. Dennoch kann ich mich nicht beschweren, da ich zumindest einmal die Nacht durchgeschlafen habe und erst mit dem klingeln des Weckers — den ich mir geliehen habe — aufgewacht bin. Eigentlich hätte ich heute noch ausschlafen können, doch ich wollte erproben, ob mich der Wecker morgen verlässlich wecken kann. Gestärkt mit ei

- DoBirminghamErfolgreich aus dem Bett und in den Bus gekommen, befinde ich mich jetzt in Birmingham. Ein Vorteil hat die reise mit dem Bus auf jeden Fall, ich bekomme ein wenig eine weiter Stadt zu sehen. Auch wenn ich nicht mehr viel Zeit habe bis ich mich zum Flughafen aufmache, da es mir zu riskant ist den ersten und Einziegen Zug zu nehmen der Rechtzeitig vor meinem Flug fahren würde zu nehmen. Gesellig sitze ich in einer Bar Namens Brow Dog und erfreue mich an dem Schriftzug der in großen Lettern an der

- FrAm FlughafenBeim Fish und Chips essen habe ich mir gestern ordentlich den Mund verbrannt und die Portion war viel zu viel für mich. Weswegen ich einen Rest einem Obdachlosen gegeben wollte mit dem ich mich kurz vorher unterhalten hatte, diese war allerdings schon weg und so habe ich doch auch noch den Rest gegessen. Mein Gepäck habe entwischen aufgegeben und sitze nun hier mit meinem Zelt das ich als Handgepäck mitnehmen muss da mein Rucksack schwerer als die erlaubten 20kg ist. Alleine das Zelt — immer noc

- MiNachrufIch bin froh die Reise gemacht zu haben, auch wenn es sich teilweise etwas pessimistisch ließt und die Kälte und mein Rücken echte minus Punkte waren, kann nichts die Schönheit der Landschaft und die Erfahrung aufwiegen. Die Reise hat mich auch geleert zu schätzen was ich habe und das bereits ein bequemes Bett, ein Dach über den kopf und ein gemütliches Frühstück ungeheuer viel wert ist. Besonders vermisst habe ich auch die nähe zu Menschen und zu freunden, die einen Tag gesellig und unterhaltsa
